21 Feb

„Besser, nicht geboren zu sein“. Ist es rational, die eigene Existenz zu bedauern?

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Aufsatz, der im Schwerpunkt „Das Schöne, Wahre und Gute. Das sinnvolle Leben in der Diskussion“ in der Zeitschrift für Praktische Philosophie erschienen ist.


von Oliver Hallich (Duisburg-Essen)


Wohl jeder, der sich jenseits der Tagesroutine über das eigene Dasein und dessen Bedeutung Gedanken macht, wird in dunklen Momenten gelegentlich der Ansicht zuneigen, dass das eigene Leben sinnlos sei. Eine Überzeugung, die mit der Einstufung des eigenen Lebens als sinnlos häufig einhergeht, ist diejenige, dass es besser wäre, nicht geboren worden zu sein. Wer sein Leben als sinnlos ansieht, wird häufig seine Nicht-Existenz als vorzugswürdig gegenüber seiner Existenz einstufen und sich wünschen, nicht geboren worden zu sein. Was ist damit gemeint? Und lässt sich eine solche Überzeugung begründen?

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31 Jan

Ein sinnvoller Brückenbau. Viktor Frankl im Gespräch mit der gegenwärtigen Sinnphilosophie

von Roland Kipke (Eichstätt)

Dieser Blogbeitrag basiert auf einem Aufsatz, der im Schwerpunkt „Das Schöne, Wahre und Gute. Das sinnvolle Leben in der Diskussion“ in der Zeitschrift für Praktische Philosophie erschienen ist.


Was macht ein sinnvolles Leben aus? Wie kann man sinnvoll leben? Worin können wir Sinn finden? Diese Fragen stellen sich nahezu jedem Menschen. Sie gelten im Allgemeinen sogar als zentrale philosophische Fragen, doch die akademische Philosophie entdeckt sie erst in den letzten Jahren wieder. In der Existenzanalyse und Logotherapie von Viktor E. Frankl hingegen stehen sie seit jeher im Zentrum der Aufmerksamkeit. Der österreichische Psychiater hat eine eigene Sinntheorie entwickelt und sie zur Basis seiner psychotherapeutischen Arbeit gemacht.

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