28 Sep

Grammatik und Gewissheit. Für einen befreiten Wittgenstein

Von Ulrich Metschl (Innsbruck)


Mit gerade einmal einhundert Jahren seit Erstveröffentlichung nimmt sich Wittgensteins Logisch-Philosophische Abhandlung – der Tractatus – unter den klassischen Werken der Philosophie fast noch wie ein Neuzugang aus. Doch vielleicht ist ein Jahrhundert genau der passende Abstand zu fragen, was vom Tractatus, und wenn wir schon dabei sind: von Wittgensteins Philosophie überhaupt, an bleibenden Einsichten zu würdigen ist. Oder, wenn wir dem Urteil zukünftiger Generationen nicht vorgreifen wollen, was an Wittgenstein zumindest heute noch philosophisch belangreich erscheint.

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01 Dez

Undenkbare Gedankenexperimente

Von Fabian Börchers (Berlin)


Was macht man in einem philosophischen Gedankenexperiment? Eine vorläufige und prima facie plausible Antwort lautet so: In einem philosophischen Gedankenexperiment stellt man sich einen Gegenstand, einen Sachverhalt, eine Situation vor, die man in der Realität so nicht antrifft oder vielleicht nicht antreffen kann und wertet diese Vorstellung aus, um philosophische Schlussfolgerungen aus ihr zu ziehen. Was aber, wenn eine wichtige und einflussreiche Gruppe von Experimenten von dieser Bestimmung gerade nicht getroffen wird?

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