24 Nov

Plädoyer für die Utopie. Notwendig und unverzichtbar als Philosophie des Wünschenswerten und Möglichen

Von Mathias Lindenau (Ostschweizer Fachhochschule)


Stellen Sie sich vor, man würde Sie um eine Stellungnahme bitten, ob die Utopie irgendeine Relevanz für die Philosophie besitzt. Möglicherweise würde Ihnen Shakespeares Komödie «Viel Lärm um nichts» in den Sinn kommen und Sie würden achselzuckend Ihrer Meinung nach lieber einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen. Aber vielleicht würden Sie doch einen Moment innehalten und sich fragen, ob Philosophie als die Inkarnation logischen Denkens überhaupt etwas mit Utopien zu tun haben kann, die bekanntlich im Ruf stehen, nach einem Wolkenkuckucksheim zu suchen.

Weiterlesen
06 Jun

Auf dem Weg in eine wissenschaftstechnologisch-utopische Zukunft – Ein Plädoyer

von Janina Loh (Wien)

In drei Schritten soll im Folgenden das Plädoyer für einen inklusiven und kritischen Diskurs mit Blick auf die modernen Technologien ausformuliert werden, nämlich erstens in einer Forderung nach der Wahrnehmung von Verantwortung im Umgang mit Technik auf (mindestens) vier gesellschaftlichen Ebenen, wofür die Voraussetzung eine radikale Absage an die sog. Neutralitätsthese im Umgang mit Technologien darstellt. Zweitens wird die Notwendigkeit einer kritischen Reflexion konkreter Technologien im Gegensatz zu dem Beharren auf den Extrempositionen einer radikalen Ablehnung aller Technik schlechthin bzw. einer euphorischen Befürwortung neuer Technik betont. Schließlich wird drittens der Frage nach dem (moralisch) Wünschenswerten, nach dem (normativen) Sollen gegenüber der Frage nach dem (technisch) Möglichen und Machbaren eine Vorrangstellung eingeräumt. In diesem Zusammenhang soll abschließend auch auf die Vision einer starken künstlichen Superintelligenz und der ethischen Relevanz einer Beurteilung derselben eingegangen werden.

Weiterlesen