28 Jul

Wer regelt das mit dem Klimawandel? Unternehmen und ihre Pflichten

Von Swaantje Siebke (Dortmund)


Der Klimawandel ist nicht nur bedrohlich, er ist auch ungerecht. Die negativen Konsequenzen erleben vor allem diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben: Arme Menschen, Menschen, die im globalen Süden leben und Menschen, die noch gar nicht geboren wurden. Es werden die grundlegenden Rechte vieler Menschen auf Nahrung, Trinkwasser sowie Lebensraum verletzt und es sieht momentan nicht so aus, als würde sich das bessern. Bei so viel Ungerechtigkeit werden die meisten Menschen darin übereinstimmen, dass etwas gegen die Klimawandel und sein Folgen getan werden sollte. Aber: Wer hat eigentlich die Pflicht, etwas zu tun?

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07 Jul

Individuelle Verpflichtungen im Kampf gegen den Klimawandel

Von Benedikt Namdar (Graz)


Der Klimawandel ist zweifellos das dringendste umweltbezogene Problem der heutigen Zeit, und die Aussichten werden nicht gerade rosiger. Vor allem zukünftig, jedoch auch gegenwärtig lebende Personen bekommen die Auswirkungen unüberlegten, profitgetriebenen Verhaltens zu spüren. Nicht leichter wird der Umgang mit dem Thema dadurch gemacht, dass Politik und Industrie den Anschein machen, an einer konstruktiven Lösung nicht interessiert zu sein. Diese Kombination aus immensen Schäden, fehlenden Maßnahmen “von oben” und dem Wunsch, dass sich etwas verändert, lässt eine Frage immer prominenter werden: Haben Individuen moralische Verpflichtungen, ihre Emissionen einzuschränken, um den Klimawandel zu bekämpfen? Und wenn ja, wie gewichtig sind diese Verpflichtungen?

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18 Mrz

Wenn Selbstsorge dem Wohl aller dient – Pufendorf über “Pflichten gegen sich selbst”

von Laetitia Ramelet (Lausanne)


Nach dem deutschen Philosophen, Juristen und Historiker Samuel von Pufendorf (1632-1694) stehen wir alle in der Verpflichtung, unseren Körper und unsere Seele mit dem Ziel zu pflegen, nützliche Gesellschaftsmitglieder zu sein. Nur wenig Beachtung hat seine Auffassung derartiger “Pflichten gegen sich selbst”[1] bis jetzt gefunden. Und doch bildet sie einen Ausgangspunkt für bereichernde moralische Reflexionen über unser Verhältnis zu anderen Menschen. Besonders klar wird dies in Zeiten der Coronavirus-Krise, wie noch zu zeigen sein wird.

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