11 Dez

Erziehen durch Erzählen. Moralische Bildung im Raum des Fiktionalen

von Anke Redecker (Bonn)


Versteht man Bildung als ein sinn- und verantwortungsvolles Sich-ins-Verhältnis-Setzen zu anderen, anderem und sich selbst, so kann damit ein Humboldtsches Bildungsverständnis angesprochen werden,[1] das sich im fortlaufenden – zum Beispiel wahrnehmenden, bestimmenden und wertenden – Bezug des Menschen zur Welt charakterisieren lässt. Da es sich bei diesem Weltbezug nicht um „meine“ von mir –zum Beispiel  ideologisch oder kulturspezifisch – zurechtgedachte Welt, sondern um „die“ Welt handelt, ist mit dieser Auseinandersetzung zugleich eine zwar je perspektivische, aber letztlich kosmopolitische Relation[2] verbunden, geht es doch um „den“ Menschen schlechthin, der die Welt – mit ihren vielfältigen Bewohnerinnen und Bewohnern – erfährt und zu verstehen versucht sowie zu verantwortlichen weltbezogenen Urteilen und Gestaltungen aufgerufen ist.

Weiterlesen

16 Okt

„Warum ist das philosophisch relevant? Und warum überlässt du diese Arbeit nicht lieber den Psychologen?“

von Pascale Willemsen (Bochum)

 

In diesem Beitrag möchte ich dafür appellieren, dass die moderne Moralphilosophie experimentelle Philosophie braucht. Dringend. Entsprechend werde ich aufzeigen, warum experimentelle Philosophie philosophisch relevant ist und warum wir diese Arbeit nicht den Psychologen überlassen können und dürfen.

Weiterlesen