27 Jul

Die Moral von Lebenserhalt, Genuss und Kontrolle

Von Dieter Schwab (Nürnberg)


Auf der Suche, das Profane der Ernährung hinter uns zu lassen, geraten wie in gefährliche Gewässer. Die Untiefen lauern zum einen darin, (1) in die Falle der Selbstoptimierung zu geraten und der sequentiellen Machtaufgabe über alle Teilbereiche unseres Lebens anheim zu fallen; (2) in eine normativen Prüderie zu verfallen, in der Sinnlichkeit negativ etikettiert wird; (3) über die existentielle Bedeutung der Ernährung den Schleier des wohlhabenden Nichtwissens zu legen; und schließlich (4) die eigenständige Bedeutung des Magen-Darm-Trakts für unser Selbst-Sein zu unterschätzen. Aber nun der Reihe nach.

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