16 Apr

Der Nagel hat es auf den Kopf getroffen.

von Birgit Beck (TU Berlin)


„Vorher aber möchte ich bemerken, daß ich von keinem der Dinge, die ich sagen werde, mit Sicherheit behaupte, daß es sich in jedem Fall so verhalte, wie ich sage, sondern daß ich über jedes einzelne nur nach dem, was mir jetzt erscheint, erzählend berichte.“[1]

Der Sinn des Lebens? Klar, 42! Damit könnte man sich achselzuckend von dieser Frage abwenden und sich dem Tagesgeschäft widmen. Allerdings läuft man dann Gefahr, von der Sinnfrage unversehens doch wieder eingeholt zu werden. Vielleicht nicht von der bis auf Weiteres wohl unbeantwortbaren großen Frage nach dem Sinn des Lebens, aber doch von allerlei kleinen und größeren Sinnlosigkeiten, mit denen man sich lebensweltlich herumschlagen und zu denen man sich irgendwie verhalten muss. Versteht man also die Frage ‒ eine Differenzierung von Ludwig Siep aufgreifend[2] ‒ eher so, dass nach dem Sinn im Leben gefragt wird, dann erscheint sie bereits wesentlich brisanter und man wird über kurz oder lang nicht darum herumkommen, sich damit auseinanderzusetzen.

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