Monographie: Wofür brauchen wir sie noch in der Philosophie?

In den letzten Jahren hat sich der akademische Publikationsmarkt in der Philosophie und anderen Geisteswissenschaften verändert. Zeitschriftenartikel, vor allem in hoch gerankten internationalen Zeitschriften, sind zunehmend wichtiger geworden und haben an Reputation und Anerkennung gewonnen. Galten in früheren Zeiten, jedenfalls bis vor wenigen Jahrzehnten, Monographien als die wichtigste Publikationsform, um philosophische Theorien darzustellen, ist deren Rolle heute umstrittener. Der Philosophieblog praefaktisch.de will sich daher der Frage widmen, wie es um Gegenwart und Zukunft der Monographie bestellt ist. Werden Monographien durch Zeitschriftenartikel abgelöst und wenn ja, wie ist dies zu bewerten? Welche Rolle spielen Monographien insbesondere für die Philosophie? Gibt es hier im deutschsprachigen Raum wesentliche Unterschiede, die die Bedeutung von Monographien begünstigen – etwa im Unterschied zum anglo-amerikanischen Raum? Welche Rolle spielen Begutachtungsprozesse für Monographien? Sind Monographien besonders wichtig für die öffentliche Rolle der Philosophie? Wie steht es um open access im Bereich von Monographien? Sind Monographien für die akademische Karriere (noch) von zentraler Bedeutung? Was macht eine gute philosophische Monographie?