08 Nov

Ethische Fragen an die technische Lösung der Klimakrise [Teil I]: Warum die ökologische Krise nicht durch dieselbe Zweck-Mittel-Rationalität gelöst werden kann, aus welcher sie hervorgegangen ist

Von Hannes Wendler (Köln und Heidelberg)


Angesichts der Klimakrise kommt es zu einem neuen Selbstverständnis der betroffenen, größtenteils jungen Generationen. Anders als sich vermuten ließe, begreift diese sich nicht als nihilistische, sondern als moralische Generation, die durch eine distinkte Aufbruchsstimmung charakterisiert werden muss. Obgleich aus der Selbstverständigung dieser Generation begrüßenswerte, ethische Reflexionen wie der Effektive Alturismus (80.000 Hours, Open Philanthropy, The Center for Effective Philanthropoy) hervorgegangen sind, gelingt es diesen neuen Denkansätzen nicht die Mittel-Zweck-Rationalität zu überwinden, welche ihnen und der Klimakrise gemeinsam zugrunde liegt. Zwar stellt der konzeptuelle Minimalismus derartiger neo-utilitaristischer Strömungen vielfältige Anknüpfungspunkte für Gesellschaft und Kultur sicher, jedoch begünstigt er ebenfalls den szientistischen bzw. technokratischen Glauben daran, die Krise könne durch eine technische Neuerung allein gelöst werden. Demgegenüber argumentiere ich im Folgenden für einen ethischen Maximalismus, demzufolge ein gerade noch verträgliches Quäntchen sittlicher Ausrichtung zur Krisenbewältigung nicht ausreichen wird.



Meine These lässt sich anhand von folgendem Was-Wäre-Wenn-Szenario veranschaulichen: Was wäre, wenn morgen eine technische Lösung gefunden werden würde, die bspw. sicherstellte, dass die sogenannten tipping points (Lenton et al., 2019) der Klimaentwicklung nicht überschritten werden würden? Wäre die Klimakrise dadurch überwunden? – Nicht vollkommen. Die Klimakrise weist nämlich ethische und psychologische Tiefendimension auf, deren Bearbeitung durch solch eine hypothetische technische Lösung nicht nur unberührt bliebe, sondern geradezu verschüttet würde. Vor diesem Hintergrund plädiere ich dafür, gänzlich andere, neue Arten der Beziehung zwischen Mensch, Natur und Technik zu stiften, die dem Instrumentalismus der Zweck-Mittel-Rationalität diskontinuierlich gegenüberstehen. Die notwendige Voraussetzung hierfür ist es, die Bedingungen zu schaffen in denen ein neuer Begriff des Menschen sittlich begründet werden kann.

Das Problem: Die Klimakrise wird ihre technische Lösung überdauern

Ich lade Sie zu einem Gedankenexperiment ein: Stellen Sie sich vor, eine emsige Tüftlerin träte mit bahnbrechenden Ergebnissen in der carbon capture and storage Technologie (siehe Pires et al, 2011) vor die Weltöffentlichkeit. Mithilfe ihrer jüngsten Erfindung könne die Kohlenstoffkonzentration in der Atmosphäre mit 99%-iger Genauigkeit reguliert werden. Der überschüssige in der Atmosphäre befindliche Kohlenstoff könne so gesammelt und in festen Aggregatszustand überführt werden, sodass er entweder als Baumaterial genutzt oder einfach gelagert werden kann. Die Methode sei zudem günstig, sofort einsatzbereit und nachhaltig effektiv. Das wären fraglos gute Nachrichten. Wenn es zum Zwecke dieses Gedankenexperiments gestattet sei, mögliche verkomplizierende, technische Faktoren einzuklammern, dann müsste man sagen, dass diese imaginäre Wissenschaftlerin damit nichts Geringeres vorstellte als eine technische Lösung für die Klimakrise.

Meine Frage ist nun, ob das Ganze nicht trotzdem schwieriger ist. Wäre die Klimakrise damit wirklich „einfach gelöst“? Das heißt: Kann die Klimakrise überhaupt rein technisch gelöst werden? Insofern sie verstanden wird als die durch den Menschen verursachte Veränderung des globalen Klimas, die die Lebensgrundlage unserer und vieler weiterer Spezies gefährdet, dann wäre der damit angesprochene Temperaturanstieg durch die carbon capture and storage Methode in der Tat ausgehebelt (wie gesagt: die klimaphysikalischen Details müssen uns hier nicht weiter beschäftigen).

Doch nun gilt es zu bedenken, dass es keineswegs ausgemacht ist, dass der menschgemachte Klimawandel nicht auch andere Dimensionen als den physischen Temperaturanstieg umfasst; – was besonders in Begriffen wie Klimakrise oder Klimakatastrophe zum Ausdruck kommt. Der Begriff der Klimakrise weist nämlich eine ethische Konnotation auf, angesichts derer die Idee ihrer rein technischen Auf-Lösung wie Symptombehandlung wirkt. Die zugrundeliegenden „Leiden“ werden dadurch nicht zwingend berührt.

Vielmehr muss die Klimakrise doch als eine Spätfolge in eine Reihe anderer, durch die Industrialisierung und der ihr zugrundeliegenden Zweck-Mittel-Rationalität verursachten Krisen aufgefasst werden – wie die Ausbeutung der Arbeiter oder die technotrope Steigerung des Faschismus (deshalb gilt es in der philosophisch informierten Literatur zur Klimakrise längst als Gütestandard, die Analyse des menschgemachten Klimawandels in weiter gefasste politische Erwägungen und insbesondere eine Gesellschaftskritik einzubetten, siehe Wainwright & Mann, 2018). Diese Reflexion lässt die Klimakrise als Ausdruck einer tieferliegenden, ethisch-psychologischen Problematik begreifen. Den Prozess, durch welchen die instrumentelle Vernunft im Sinne einer Zweck-Mittel Rationalität in ihr eigenes, negatives Gegenteil umschlägt haben die Frankfurter Philosophen Theodor W. Adorno und Max Horkheimer vor etwa hundert Jahren als Dialektik der Aufklärung angesprochen. Eben diese Dialektik bliebe auch durch die raffinierteste carbon capture and storage Technologie unberührt. Hier erkennen wir einen überschüssigen Rest: ein irreduzibles, ethisches Problem.

Um diesem Rest beizukommen ist es zunächst erforderlich, eine Perspektive einzunehmen durch welche gerade der Versuch einer technischen Lösung der Klimakrise als Ausdruck derselben Struktur der Vernunft sichtbar wird, welche der Klimakrise wesentlich zu Grunde liegt. Erst wenn wir die tiefsitzende Denkgewohnheit überwinden, die Vernunft und Zweck-Mittel-Rationalität ineins setzt, können wir einsehen, weshalb die Klimakrise ihre technische Lösung überdauern würde. Um eine derartige Parallaxe zu ermöglichen, bedarf es zunächst einer zeitdiagnostischen Selbstbesinnung, denn indem wir die Klimakrise als ethische Frage auffassen, geraten wir als diejenigen, die die Frage stellen, gleichsam selbst in den Fokus: Wir sind der ethischen Frage inbegriffen und werden uns daher selbst frag-würdig.  

Wir sind als Abkömmlinge des Zauberlehrlings totwund geboren

Industrialisierung, Globalisierung und der Fortschritt der technischen Wissenschaften – kaum jemand spricht heute von diesen Themen noch ohne inneren Zwist. Im mindesten aber drückte jemand, dem dies gelänge, einen noch tieferen, in der Zeit selbst liegenden Bruch aus. Denn es ist in diesen Tagen ein offenes Geheimnis, dass die Entbergung chtonischer Energiestoffe und deren technische Nutzbarmachung in der sogenannten Klimakrise kulminierten. Diese Zeitdiagnose gestattet einen Einblick in das Kollektivbewusstsein der heutigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Angesichts der Klimakatastrophe kann diese Generation – zu der auch ich, der Autor, zähle – nämlich nicht anders als sich als Abkömmlinge des Zauberlehrlings zu erkennen, welchen unser Nationaldichter Johann Wolfgang von Goethe einst hat verzweifelt rufen lassen:

„Herr, die Not ist groß! / Die ich rief, die Geister / werd ich nun nicht los“.

In der Tat besteht ein wesentlicher Aspekt des Selbstbewusstseins unserer Generation in der Einsicht Nachfahren derjenigen Generationen zu sein, die die Krise unserer Zeit hätten abwenden können. Seit mindestens den späten 1980er Jahren (die Konferenzen in Villach und Toronto, der UN General Assembly, der Haager Gipfel) sind Warnungen über eine bevorstehende Klimakrise Teil des öffentlichen und politischen Diskurses (Bodansky 2001; Gupta 2010). Schon in den 1960er Jahren gelang der Nachweis einer Zunahme des des CO2 Anteils in der Atmosphäre, welcher durch die sogenannte Keeling-Kurve (Abbildung 1) festgehalten wird (siehe Keeling 1960). Die Theorie der treibhausbedingten Erderwärmung lässt sich bis in das 19 Jahrhundert zurückverfolgen, in der diese durch den schwedischen Chemiker Savante Arrhenius (1896) vorgelegt wurde.

Wie sollen – im Anbetracht dieser geschichtlichen Lage – Demonstrationsbewegungen wie Fridays For Future oder Extinction Rebellion, aber auch politische Maßnahmen wie die Förderung klimafreundlicher Transportationsmöglichkeiten (für Deutschland bspw. Bahn und Elektroautos) anders verstanden werden als ein verspäteter und sich zusehends radikalisierender Versuch all dem entgegenzusteuern? Der Bruch in der Zeit, der sich durch das Selbstbewusstsein unserer Generation zieht, besteht in nichts anderem als der Frage, ob es bereits zu spät ist. Dieser Blogbeitrag wiederum ist nichts anderes als ein Haarriss fern am Rande eben dieser Bruchlinie.

 

Abb. 1.: Die Keeling-Kurve. Die Entwicklung der Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Atmosphäre von 1958 bis heute.

Es ist der Sündenfall unserer Ahnen, die Klimakrise nicht verhindert zu haben. So wurde es zum Schicksal für unsere Generation als Abkömmlinge des Zauberlehrlings zur Welt zu kommen. Und so manche junge Seele mag sich an der Tragik verzehren, das eigene Dasein im Schatten dieser Erbsünde fristen zu müssen. Gerade deshalb ist es bezeichnend, dass wir Abkömmlinge, wir Verstoßenen, alles andere als eine nihilistische oder zynische Generation sind. Ganz im Gegenteil: Ein Blick auf die heutige Jugend langt hin, um zu sehen, dass sie sich als moralische Generation begreift. Um im biblischen Bild zu bleiben, darf man mit Hermann Hesses Demian wohl feststellen, dass in der heutigen Jugend das Kainsmal reihum greift; – und als gezeichnete suchen wir nach Alternativen.

Das Erwachen der moralischen Generation: Über die Notwendigkeit einer ethischen Ausrichtung technischer Lösungsansätze der Klimakrise

Die Selbstbesinnung in heutiger Zeit führt also vor Augen, dass wir Subjekt fremder Mächte sind, die nicht wir selbst, sondern unsere Eltern und Elternseltern entfesselt haben. Angesichts einer derartigen Fremdbestimmtheit will es so scheinen als käme jede Handlung zu spät. Trotzdem scheint nichts dringlicher als zu handeln: Für derartige Zwickmühlen ist es typisch, dass nur eine extreme Antwort dafür zu taugen scheint, noch einen Ausweg bahnen zu können. Extreme Antworten ordnen sich ihrer Natur nach anhand polarer Gegensätze, für den Fall einer Ethik des Klimawandels lautet dieser: Verstandes- oder Gefühlsethik.

Das neu erwachende sittliche Bewusstsein unserer Generation ist ohne Zweifel rationalistisch geprägt. Um dies zu begreifen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Moral und Ethik zu beachten. Die Moral hat mit der Aufstellung konkreter Sollen-Sätze zu tun, etwa „Du sollst nicht töten“, oder was dem für viele heute verdächtig nahekommt „Du sollst nicht fliegen“. Demgegenüber beschäftigt die Ethik sich mit der systematischen und philosophischen Reflexion auf die Moral, und befindet sich demnach folglich auf einer höheren Abstraktionsstufe. Zu den klassischen Themen der Ethik zählen etwa die Rechtfertigung von konkreten Sollens-Sätzen, d.h. den Sätzen der Moral. Das Fliegeverbot könnte beispielsweise konsequentialistisch begründet werden, da die finanzielle Unterstützung von Flugunternehmen ein Geschäftsmodell fördert, welches zum Klimawandel beiträgt und diesen sogar beschleunigt.

Der Unterschied von Moral und Ethik gestattet es die Charakterisierung des sittlichen Bewusstseins unserer Generation weiter zu vertiefen. Denn die Selbstbesinnung in Zeiten des Klimawandels zeigt, dass Vorsicht dabei geboten ist, von der Zeitdiagnose eines erwachenden sittlichen Kollektivbewusstseins nicht darauf zu schließen, dass wir eine besonders moralische Generation wären. Ein gestatteter Rückschluss ist stattdessen existenzieller Art: nämlich, dass wir eine moralisch vorentschiedene Generation sind, die gerade deshalb sorgfältig ethisch reflektieren sollte. Der Klimawandel transformiert das ganze Bild der Ethik, da er keine rationale Position zulässt, die ihn bestreitet, entwertet oder relativiert (auf den Grenzfall einer Ethik des Sterben-Lernens komme ich in Teil II dieses Beitrages zu sprechen). Obwohl es wahr ist, dass auch frühere Generationen Verantwortung für die Taten ihrer Eltern tragen und in ihren Taten das Wohlergehen und die Interessen künftiger Generationen vor die eigenen stellen mussten, so geschah dies nicht in einer vergleichbar globalen Reichweite wie für den Fall der Klimakrise. Da das Klimaproblem absolut und global ist, führt es zu einer existenziellen Deindividuation. Womöglich fällt es uns Abendländern, die wir das Subjekt zu den Zentralkategorien des Denkens zählen und da unser Individualismus kaum überboten werden kann, gerade deshalb so schwer, adäquate, ethische Antworten auf die ethische Dimension der Klimakrise zu formulieren.

Das soll nicht bedeuten, dass es in jüngster Zeit nicht zu beachtenswerten ethischen Selbstverständigungsangeboten gekommen ist. Hierzu sind zweifelsohne die Strömung des Effektiven Altruismus zu rechnen, die in der Tradition des Präferenzutilitarismus stehen, den Peter Singer schon der Tierbefreiungsbewegung zugrunde legte. Der effektive Altruismus ist kein homogenes Phänomen, sondern weist verschiedene Unterströmungen auf, die sich konkret in unterschiedlichen Bewegungen und Organisationsformen niederschlagen. Jedoch ist den verschiedenen Organisationen, die dem effektiven Altruismus zuzurechnen sind, wie z.B. 80.000 Hours, Open Philanthropy und The Center for Effective Philanthropoy, eine Grundidee gemeinsam: Nämlich, dass effektive Verwendung unserer Ressourcen erforderlich ist, um den moralischen Herausforderungen unserer Zeit beizukommen.

Im Anwendungsfall bedeutet dies, dass z.B. die Frage danach beantwortet werden soll, welche wohltätige Organisationen den größten moralischen Mehrwert aus einer Spende macht. Da „effektiv“ in „effektiver Altruismus“ folglich so viel bedeutet wie kosteneffizient, evidenzbasiert, effektorientiert und wissenschaftlich begründet, muss der effektive Altruismus als eine in höchstem Maße rationalistische Ethik gelten. Obgleich den arrivierten Varianten des effektiven Altruismus der Gedanke der Entscheidung unter Unsicherheit oder der grundsätzlichen Unwissbarkeit gewisser Sachverhalte nicht fremd ist, liegt diesem Denken offenbar eine quantifizierende und erkenntnisoptimistische Intuition zugrunde. Außerdem ist dieses Denken konsequenzialistisch, da der Fokus dieser Ethik auf den Folgen der moralischen Handlungen liegt (der moralische Effekt, moral impact) und instrumentalistisch, da es einem Zweck-Mittel-Schema des Um-Zu folgt.  

Damit sind wir an dem Punkt angelangt, der es gestattet den effektiven Altruismus unter Einklammerung seiner positiven Verdienste als Ausdruck eines Zeitgeistes zu betrachten, gewissermaßen als ein Symptom, das die zuvor entwickelte Zeitdiagnose vertiefen kann. In dieser Perspektive gilt es den effektiven Altruismus und mit ihm vergleichbare ethische Selbstverständigungsangebote unserer Zeit zu problematisieren. Da nach meiner Auffassung von Denken Probleme etwas Wünschenswertes sind, weil sie Bedeutung schaffen, ist es wichtig, zu betonen, dass diese Problematisierung nicht darauf abzielt, den effektiven Altruismus über Bord zu werfen.

Im Gegenteil: Es geht mir darum, ihn und die ihm entsprechende Denkart an ihre Grenzen zu führen und Wege aufzuzeigen, die über diese hinausführen. Das Effizienzideal, der Rationalismus und der Instrumentalismus dieser Ethiken entsprechen der Deindividuation und der ihr zugrundeliegenden liegenden Globalität des Klimaproblems. Demgemäß handelt es sich bei ihnen um zeitgemäße und d.h. uninspirierte Ethiken. Die Kehrseite ihrer Popularität ist der Umstand, dass sie sich in den Grenzen des gesunden Hausverstandes aufhalten. Die Kehrseite ihrer universellen Anwendbarkeit ist ihr konzeptueller Minimalismus, wie er für pragmatische und formalistische Positionen der Ethik im Allgemeinen kennzeichnend ist. Hierunter ist zu verstehen, dass das, was eine gute Tat ausmacht, zusammenschrumpft auf den sogenannten moral impact.

Meine Kritik besteht nun darin, dass hierdurch das Wesen des Guten verfehlt wird. Das findet seinen markantesten Ausdruck darin, dass diese Ethiken beinahe gänzlich ohne eine Reflexion darauf auskommen, was ein gutes Leben ausmacht und was eine moralische Persönlichkeit konstituiert. Dieser unbefriedigende Quietismus ist wiederum die Kehrseite davon, dass dieses Denken noch immer der Mittel-Zweck-Rationalität verhaftet bleibt.

Damit besteht eine geistesgeschichtliche Kontinuität zwischen dem Denken, das der Klimakrise zugrunde liegt und dem Denken, welches sie zu überwinden sucht. Wie bereits festgestellt wurde, ist es dasselbe Um-Zu-Denken, welches den Fehlschluss nahelegt, die Klimakrise könne technisch gelöst werden. Wir brauchen einen neuen Anfang.

Siehe Teil II: Was die Atombombe uns über die sittlichen Voraussetzungen der Klimakrise lehren kann.


Danksagung: Ich bedanke mich herzlich bei Nikolas Bieleit-Medicus und Irene Trombini für ihre hellsichtigen Kommentare, die der Textqualität durchwegs zuträglich waren. Darüber hinaus bin praefaktisch dafür verbunden, dass meine Gedanken hier ihr Zuhause haben finden dürfen.


Hannes Wendler hat Philosophie und Psychologie in Innsbruck und Heidelberg mit einem Forschungsaufenthalt in Cambridge studiert. Gegenwärtig ist er Mercator-Fellow an der a.r.t.e.s. Graduate School of the Humanities der Universität zu Köln, wo er in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Heidelberg bei Thiemo Breyer und Thomas Fuchs promoviert wird. Sein Promotionsprojekt trägt den Titel: “Désordre du Coeur: Die theoretische Grundlegung einer axiologischen Psychopathologie und die klinische Bestimmung von Wertnehmungsstörungen”. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen die phänomenologische Psychologie und Psychopathologie, die Empathie und das Mensch-Tier-Übergangsfeld. Seit 2021 ist er Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft für Philosophie und Psychologie. Im Rahmen seiner dortigen Tätigkeiten betreibt er zusammen mit Alexander Wendt das Podcastprojekt „Fipsi: der philosophisch-psychologische Podcast“.


Literatur

Arrhenius, S. (1896). On the influence of carbonic acid in the air upon the temperature of the ground. The London, Edinburgh, and Dublin Philosophical Magazine and Journal of Science, 41(251), 237-276.

Bodansky, D. (2001). The history of the global climate change regime. International relations and global climate change, 23(23), 505.

Gupta, J. (2010). A history of international climate change policy. Wiley Interdisciplinary Reviews: Climate Change, 1(5), 636-653.

Keeling, C. D. (1960). The concentration and isotopic abundances of carbon dioxide in the atmosphere. Tellus, 12(2), 200-203.

Lenton, T. M., Rockström, J., Gaffney, O., Rahmstorf, S., Richardson, K., Steffen, W., & Schellnhuber, H. J. (2019). Climate tipping points—too risky to bet against. Nature, 575, 592-595.

Pires, J. C. M., Martins, F. G., Alvim-Ferraz, M. C. M., & Simões, M. (2011). Recent developments on carbon capture and storage: an overview. Chemical engineering research and design, 89(9), 1446-1460.

Wainwright, J., & Mann, G. (2018). Climate Leviathan: A political theory of our planetary future. Verso: London, New York.

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